4. Allgemeine Kriterien für
die Erstellung von Lernzirkeln (W. Potthoff) -
- n Im Lernzirkel werden Lern- und Übungsaufgaben in einzelne
Lernschritte aufgegliedert.
- n Für jeden Lernschritt wird eine eigene Lernstation
aufgebaut.
-
- n Die Lernstationen
können in einem logisch-systematischen Zusammenhang zueinander stehen
und müssen von den Schüler/innen dann in einer bestimmten Reihenfolge
durchlaufen werden.
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- n Je nach Arbeitsbereich
können die Lernstationen verschiedene Aspekte der Sache abbilden und
dann von den Schüler/innen in beliebiger Reihenfolge durchlaufen werden.
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- n Lernzirkel müssen eine
übersichtliche Struktur haben, die von den Schüler/innen gut erkannt
werden kann.
-
- n Bei Lernzirkeln wird
im Allgemeinen zwischen einem von allen zu bearbeitenden Lernstoff und
einem Additum unterschieden, dessen Bearbeitung freiwillig ist.
-
- n Der Schwierigkeitsgrad
an den Stationen muss so gewählt werden, dass alle Schüler/innen
Erfolgserlebnisse haben können.
- n Die Lernenden müssen
die Aufgabenstellungen an den Stationen selbst erkennen können.
-
- n Die Schüler/innen
müssen ihre Arbeitsergebnisse selbst überprüfen können.
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- n Gute Lernzirkel
ermöglichen ein Lernen mit vielen Sinnen.
-
- n Gute Lernzirkel
verfügen über Parallelstationen, die den Wissenserwerb über
unterschiedliche Lernkanäle ermöglichen.
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- n Bei guten Lernzirkeln
ist Einzel-, Partner- und Kleingruppenarbeit möglich.
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- n Die Schüler/innen dokumentieren,
welche Stationen des Lernzirkels sie bearbeitet haben (Laufzettel).
-
- Qualitätsmerkmale
-
Bei einer
Ausstellung von etwa 70 Lernzirkeln für verschiedene Schularten
haben sich 182 Personen schriftlich zu diesen Lernzirkeln geäußert.
Zu den Äußerungen, die für die Lernzirkelerstellung
allgemein wichtig sein können, gehören insbesondere
folgende Anmerkungen:
- NACHAHMENSWERT:
-
- Der Lernzirkel ist
klar gegliedert und deshalb für den Bearbeiter sehr übersichtlich.
- Die knappen klaren
Arbeitsanweisungen erleichtern die Arbeit.
- Der Schüler bekommt
viel Information.
- Es wurden von den
Erstellern eigene Ideen eingebracht.
- Hohe Motivation
durch Spielcharakter
- Es werden
unterschiedliche Lernkanäle angesprochen.
- Es sind
unterschiedliche Arbeitsformen möglich.
- Ganzheitliches
Lernen wird gefördert.
- Das ausgelegtes
Material ist schön und stabil.
- Es werden gute,
haltbare Materialien verwendet.
-
- Man kommt über das
Begreifen mit der Hand zum Begreifen mit dem Kopf.
- Wichtige Aspekte
werden graphisch hervorgehoben.
- Theoretische und
praktische Elemente wechseln sich ab.
- Die Materialien
einzelner Stationen können auf Dauer als Freiarbeitsmaterial benutzt
werden.
- Es wurden
unterschiedliche Schwierigkeitsgrade eingebaut.
- Die Einteilung in
Pflicht- und Wahlstationen ist sinnvoll.
- Der Lernzirkel ist
abwechslungsreich.
- Es kann auf andere
Stationen zurückgegriffen werden.
- An der
Service-Station können zusätzliche Informationen abgerufen werden.
- Unterschiedliche
Sozialformen sind möglich (Einzel-, Partner-, Kleingruppenarbeit)
-
- Gut, dass auch
witzige Aufgaben eingebaut wurden.
- Ein sonst sehr
trockenes Thema wurde sehr bildhaft, anschaulich und ansprechend
umgesetzt.
- Die Dekoration mit
Bildern etc. ist sehr anregend!
- Gut, dass die
Schüler immer wieder zum Nachschlagen angeregt werden.
- Die Schüler können
auf unterschiedlichen Wegen ein Teillernziel erreichen.
- Die
Versuchsaufbauten sind klar und übersichtlich angeordnet.
- Durch die
Vielfältigkeit der Texte werden sehr viele Schüler angesprochen.
- Der Lernzirkel ist
fächerübergreifend einsetzbar.
- Gut finde ich, dass
bei dem landeskundlichen Thema auch sprachliche und grammatikalische
Themen geübt werden.
-
- Spannung und
Entspannung wechseln sich gut ab.
- Es ist ein guter
Gedanke, eine Erholstation einzubauen.
- Die
Alltagswirklichkeit wird gut berücksichtigt.
- Die Verbindung von
Mathematik und Alltag ist gut gelungen.
- Die Schulung der
verschiedenen Fähigkeiten (schreiben - hören - verstehen) ist toll.
- Die Lösung der
Aufgaben erfolgt handelnd. Der Lerner ist aktiv.
- Unterschiedliche
Kontrollformen finde ich gut.
- Man sieht sofort,
was falsch ist.
- Innerhalb des
Lernzirkels ist wirklich freies Arbeiten möglich.
- Die äußere
Präsentation ist ansprechend.
- Gut, dass auch ein
Filmausschnitt eingesetzt wurde.
- Stationen regen
sehr zum Nachdenken an.
- Durch
Positionswechsel muss der Beschreibende ständig umdenken.
- Der Lernzirkel ist
als Innen- und Außenzirkel gut aufgebaut.
- Es ist gut, dass es
immer wieder Stationen gibt, die das Gelernte überprüfen und festigen.
-
- DAS
FAND ICH NICHT SO GUT:
-
- Bei der
Informationsfülle geht der Blick auf das Wichtige verloren.
- Eine zu große
Informationsflut wirkt erdrückend.
- In dem Lernzirkel
sollten die wichtigen Dinge des Themas gelernt werden.
- Einzelne Stationen
sind zu zeitaufwendig konzipiert.
- Hier muss zu viel
mit Papier gearbeitet werden.
- Es muss zu viel
geschrieben werden.
- Der Lernzirkel ist
für Schüler zu theoretisch.
- Die Schüler müssen
zu viel schreiben und ausschneiden.
- Thema und Material
eignen sich besser für die materialgeleitete Freiarbeit.
- Nicht jede Station
sollte ein Spiel sein. Entdeckendes Lernen (Forschen) fehlt.
-
- Es fehlt die
Kontrollmöglichkeit.
- Bei diesem
Lernzirkel könnte die Kontrolle besser an der jeweiligen Station
erfolgen.
- An einigen
Stationen sollten die Materialien in mehrfacher Ausführung vorhanden
sein.
- Es kann nicht davon
ausgegangen werden, dass alle Schüler das Arbeitsverfahren beherrschen.
- Die Anleitungen
verwirren.
- Zu viel
Einzelarbeit!
- Station ... ist zu
umfangreich, eher für eine ganze Stunde geeignet.
- Schlagwörter werden
mit Schlagwörtern erklärt.
- Zu viele
Lückentexte und Zuordnungsaufgaben, zu wenig Abwechslung.
- Wenn immer nur ein
Wort hineinpasst, ist keine Kreativität möglich.
-
- Ich halte mehrere
kleine Lernzirkel für besser als einen zu umfassenden.
- Die Karteikarten
sind lieblos gestaltet.
- Oft zu unwichtige
Fragen im Lernzirkel.
- Auf jeden Fall eine
Pufferstation einbauen!
- Man sollte sich
nicht in zu viele Stationen verlieren.
- Es müssen auch
anspruchsvolle Stationen für tüchtige Schüler/innen eingebaut werden.
- Alternativaufgaben fehlen.
- Der Lehrplanbezug sollte
angegeben werden.
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Lernzirkel - Seite1
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