3. Der didaktische Ort für die Arbeit mit Lernzirkeln (Willy Potthoff)
1. Eine Vorentscheidung treffen: Eignet sich der ausgewählte Lerninhalt für die Lernzirkelarbeit?

Zahlreiche Lerninhalte der Schule, der Lehrerbildung und der Fortbildung lassen sich angemessener und effektiver in Vorträgen, Gesprächen, Gruppenarbeiten etc. als über Lernzirkel vermitteln. Das Lernzirkelverfahren sollte nur dann angewendet werden, wenn es anderen Methoden nicht nur bei der Ermöglichung von mehr Selbstständigkeit, sondern auch in der Effektivität der Stoffaneignung und -durchdringung überlegen ist.

2. Bestimmung des didaktischen Orts des Verfahrens im Rahmen des Themas

In einigen Fällen ist es sinnvoll, die gesamte Unterrichtseinheit im Rahmen eines Lernzirkels zu bearbeiten. Viel häufiger aber werden andere Lehrverfahren durch die Einbeziehung eines Lernzirkels unterstützt.

A) Der Lernzirkel steht am Anfang der Unterrichtsarbeit und ermöglicht den vertieften Einstieg der Lernenden von ihrem individuellen Vorwissen und Interesse aus. Zugleich erkennen die Lernenden bei dieser Platzierung des Lernzirkels den Umfang und die unterschiedlichen Perspektiven des Themas und entwickeln oftmals Fragen, die anschließend im lehrergeführten Unterricht aufgegriffen werden können.





B) Nach einer Einführung in das Thema durch die Lehrperson erfolgt die gründliche Auseinandersetzung mit dem Sachverhalt in Einzel- oder Partnerarbeit sowie in Kleingruppenarbeit. Dazu eignen sich am besten Lernzirkel, bei denen das grundlegende Wissen an Pflichtstationen und das spezielle Wissen an Wahlstationen erworben wird.






C) In vielen Fällen werden Lernzirkel gegen Schluss der Unterrichtseinheit eingesetzt und dienen dann der Übung und Vertiefung des Lehrstoffes oder auch der Übertragung der gewonnenen Erkenntnisse auf verwandte Sachverhalte.












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